Frieden Kriegen - Theaterbesuch der Klassen 6a und 6d

Das Stück, welches von Marcelo Diaz inszeniert wurde, beschäftigt sich mit der Frage, wie Konflikte entstehen, warum sie oft über Generationen weitergegeben werden und weshalb es so schwer ist, Frieden zu erreichen. Dabei geht es nicht um einen konkreten historischen Krieg, sondern um grundsätzliche Konflikte zwischen Gruppen, die sich ungerecht behandelt fühlen. Das Stück zeigt, dass Gewalt oft aus Angst, Machtstreben oder dem Wunsch nach Vergeltung entsteht – und dass einfache Lösungen selten existieren. Grundlage des Stückes ist das größte Epos der Welt: das Mahabharata, ein bedeutendes indisches Epos.
Nach der Aufführung hatten die Schülerinnen und Schüler viel Gesprächsbedarf. Das Stück selbst bietet nur wenige direkte Antworten auf die Frage, wie jahrzehntelange Konflikte gelöst werden können, regt aber zum Nachdenken an. Besonders im Zentrum stand die Frage: Was ist eigentlich Gerechtigkeit? Ist es gerecht, Vergeltung zu üben? Oder bedeutet Gerechtigkeit, einen Neuanfang zu wagen und auf Gewalt zu verzichten?
Viele Konflikte in der realen Welt – etwa zwischen Staaten oder Volksgruppen – dauern über Jahrzehnte an, weil Verletzungen, Ungerechtigkeiten und Misstrauen weitergegeben werden. Friedensprozesse erfordern deshalb oft Dialog, Kompromissbereitschaft und Geduld. Genau diese schwierigen Fragen greift das Stück auf und fordert das Publikum dazu auf, eigene Standpunkte zu hinterfragen.
Der Theaterbesuch war für die Klassen 6a und 6d eine besondere Erfahrung, die zeigte, dass Theater nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken über aktuelle gesellschaftliche Themen anregen kann.
StRin Yvonne Heck

Die Klasse 6d im Eingangsbereich der Schauburg.