Zwischen antiken Helden und neugierigen Entdeckern

Und damit sie sehen, dass wie sehr die griechische Kultur die Welt prägt und verbindet, machten sich die Schülerinnen und Schüler am 15. März auf den in die Glyptothek in München – dem bedeutendsten Museum für griechische Skulpturen außerhalb Griechenlands.
Und so wurde aus den Texten und Bildern in den Schulbüchern plötzlich Wirklichkeiten, da die Klasse nun vor echten Kunstwerken stand, die teilweise über 2500 Jahre alt sind.Ein besonderes Highlight der Ausstellung war für viele die Station mit den Figuren des Tempelgiebels von Ägina. Dort wurden Szenen eines Kampfes dargestellt – und plötzlich erinnerten sich viele an die Geschichten aus dem Deutschunterricht.
Denn auf den Skulpturen war der Trojanische Krieg zu sehen, über den sie bereits gesprochen hatten. Heldenkämpfe, Mut und Konflikte, die sie aus den griechischen Sagen kannten, wurden durch die Figuren viel anschaulicher.
Besonders viel Spaß machte es der Klasse, als sie selbst aktiv werden durften: Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen stellten sie die Figuren mit ihren dargestellten Kampfbewegungen aus dem Tempelgiebel nach.
Im weiteren Verlauf des Rundgangs begegneten sie auch einer Skulptur von Alexander dem Großen. Dabei wurde deutlich, wie weit sich die griechische Kultur verbreitete und warum Geschichten und Vorstellungen aus Griechenland noch lange Zeit Einfluss hatten und haben. Viele Begriffe, die wir heute benutzen – etwa „Demokratie“, „Politik“ oder „Museum“ – stammen sogar aus dem Griechischen.
Es bleibt die Hoffnung, dass die Exkursion den Schülerinnen und Schülern vermittelt, wie viel Europa den Griechen verdankt und wie sehr Bayern und Griechenland einander verbunden sind. Literatur und gestaltende Kunst transportieren Werte wie Völkerverständigung und gegenseitige kulturelle Wertschätzung – es sind die Grundlagen für ein friedliches Europa.
StRin Verena Furkel



